Jahresauswertung seit 2006

Hier gibt es für Mitglieder die Datenauswertung dieser Wetterstation. Sie finden Grafiken für Temperatur- Summen und Gradtage:

  • Temperatur im Jahresdurchschnitt
  • Warme Tage
  • Kalte Tage
  • Wärmesumme
  • Kältesumme
  • Jahresniederschlag
  • Jahressonnenstunden
  • Grünlandtemperatur

Unten stehen Beschreibungen der Begriffe.

Die sog. Gradtage bieten gute Anhaltspunkte für klimatologische Vergleiche.

meteorologische Kenntage

 

EistagMaximaltemperatur unter 0 °C Tmax < 0°C
FrosttagMinimaltemperatur unter 0 °CTmin < 0°C
kalter TagMaximaltemperatur unter 10°CTmax < 10°C
heißer Tag (Tropentag)Maximaltemperatur 30 °C oder mehrTmax >= 30°C
SommertagMaximaltemperatur 25 °C oder mehrTmax >= 25°C
warmer TagMaximaltemperatur 20°C oder mehrTmax >= 20°C
TropennachtMinimaltemperatur 20°C oder mehrTmin >= 20°C

Anmerkung: 'kalter Tag' und 'warmer Tag' sind keine offizillen Werte, werden aber gern zur Kennzeichnung herangezogen

Kältesumme 

Die Kältesumme ist die Summe der Beträge der negativen Tagesmittelwerte der Lufttemperatur über einen bestimmten Zeitraum. Sie wird ohne Einheit angegeben. Die Kältesumme dient zur Bewertung der Kälte eines Winters und wird deshalb in der Regel für den gesamten Winter angegeben. Allerdings wird der "Winter" in Einzelfällen unterschiedlich festgelegt: teilweise wird darunter nur der meteorologische Winter (die Monate Dezember, Januar und Februar), teilweise aber auch die Zeit von November bis März verstanden. Es ist deshalb erforderlich, dass zur Kältesumme immer der Bezugszeitraum genannt wird, auf den sich dieser Wert bezieht. Für die Kälte eines Winters gelten folgende Kennzeichnungen:

  • Kältesumme (Nov. - März): weniger als 100 - sehr milder Winter
  • Kältesumme (Nov. - März): 100 - 199 - normaler Winter
  • Kältesumme (Nov. - März): 200 - 299 - mäßig strenger Winter
  • Kältesumme (Nov. - März): 300 - 400 - strenger Winter
  • Kältesumme (Nov. - März): über 400 - sehr strenger Winter

 Wärmesumme

 Die Wärmesumme ist die Summe der Beträge der Tagesmittelwerte der Lufttemperatur oberhalb von 20°C über einen bestimmten Zeitraum. Sie wird ohne Einheit angegeben. Die Wärmesumme dient zur Bewertung der Wärme eines Sommers und wird deshalb in der Regel für die Monate Juni, Juli und August angegeben. Es muss hier allerdings betont werden, dass es für die Wärmesumme unterschiedliche Definitionen gibt, dies also leider nicht einheitlich gehandhabt wird. Dies betrifft sowohl die Auswahl der Monate als auch die Festlegung des Schwellwertes. In meinen Ausführungen und Bewertungen gehe ich von einem Schwellwert von 20°C aus.Dazu ein Berechnungsbeispiel:

  • Durchschnitts-Tagestemperatur = 22°C → Tag wird gewertet mit 2
  • Durchschnitts-Tagestemperatur = 18°C → Tag wird nicht gewertet
  • Durchschnitts-Tagestemperatur = 23,5°C → Tag wird gewertet mit 3,5

Regenrate und Starkregen 

Der Begriff "Regenrate" ist nicht bei allen Wetterstationen gleich definiert. Bei der von mir verwendeten VantagePro2 gibt die Regenrate an, wieviel Niederschlag fallen würde, wenn es eine Stunde lang in diesem Ausmaß regnen würde. Konkret: Eine Regenrate von 70 bedeutet: bei gleichbleibendem Regen würden in einer Stunde 70 l/m²; Niederschlag fallen Die Regenrate gibt also keine echte Niederschlagsmenge an, sondern ist ein Maß für die momentane Stärke des Regens (mäßiger Niederschlag - Starkregen)  Gern verwendet wird auch der Begriff "Starkregen" Nach Richtlinien des Deutschen Wetterdienstes werden Starkniederschläge im Bundesgebiet nach folgendenSchwellwerten definiert:

  • mehr als 5 l/m²; innerhalb von 5 Min
  • mehr als 7,1 l/m²; in 10 Min.
  • mehr als 10 l/m²; in 20 Min
  • mehr als 17,1 l/m²; in einer Stunde

GRÜNLANDTEMPERATUR

Beginnend ab Januar werden die positiven Tagesmittel mit einem entsprechenden Faktor multipliziert und aufsummiert, bis der Wert 200 erreicht wird. Dabei werden die Werte so gewichtet:

  1. Januarwerte mit dem Faktor 0,5
  2. Februarwerte mit dem Faktor 0,75 
  3. März mit Faktor 1,0

Wird dann ein Wert von 200 erreicht, so beginnt die Vegetationsperiode. Es ist also auch für Landwirte ein guter Anhaltspunkt.

HEIZGRADTAG

Liegt die Tages-Durchschnittstemperatur unter 12°C, so wird die Differenz aus 20°C und diesem Wert aufaddiert. (europ. Berechnung der Heizgradtage) Beispiel:

  • Tages-Durchschnittstemperatur = 13°C → keine Berechnung
  • Tages-Durchschnittstemperatur = 9°C → Berechnung (20°C - 9°C = 11)
  • Tages-Durchschnittstemperatur = -14°C → Berechnung (20°C - (-14°C) = 34)

Diese Werte, so sie berechnet werden, werden für den gesamten Monat aufaddiert. So erhält man ein Maß für die Notwendigkeit zu heize

WACHSTUMSGRADTAG

Liegt der Temperatur-Mittelwert des Tages über dem einstellbaren Basiswert (in der Regel 5°C), wird die Differenz vom aktuellen Mittelwert zum Basiswert zu den Wachstumsgradtagen addiert. Beispiel:

  • Tages-Durchschnittstemperatur = 4°C → keine Berechnung
  • Tages-Durchschnittstemperatur = 9°C → Berechnung (9°C - 5°C = 4)
  • Tages-Durchschnittstemperatur = 16°C → Berechnung (16°C -5°C = 11)